Wieland von Hodenberg
Friedensaktivist & Autor

Sendesaal Bremen und jazzahead ! > Eröffnung im April

Liebe Freunde des Sendesaales,

ausnahmsweise weisen wir gerne auf eine Veranstaltung hin, die gar nicht bei uns stattfindet: es ist die Auftaktveranstaltung zur diesjährigen jazzahead! im Kleinen Haus des Theater Bremen, die vielleicht auch für Sie interessant sein könnte - jedenfalls wenn Sie eine virtuelle Atlantik Überquerung mit Musik spannend finden. NOVECENTO – DIE LEGENDE DES OZEANPIANISTEN heißt dieser Beitrag des diesjährigen Partnerlandes Schweiz. Sie müssen dazu auch nicht, wie weiland Klaus Kinski alias Fitzcarraldo, ein Schiff über die Berge ziehen...

Anbei finden Sie außerdem noch einmal unsere Sendesaal-Konzerte im April, falls ihnen unser letztes mailing oster- oder ferienbedingt entgangen sein sollte. Von denen stehen ja auch zwei oder - wenn Sie so wollen - drei im Zusammenhang mit der jazzahead! Wissen Sie welche?....

....fragt für heute mit allerbesten Grüßen
Ihr Peter Schulze

Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert.

Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite.
Das benachbarte Restaurant Geerdes am Sendesaal ist zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de.


Inhalt
08.04. Novecento - jazzahead! Eröffnung, nicht im Sendesaal sondern im Theater Bremen/Kleines Haus des
10.04. Ein Abend für Jean Paul
13.04. Preisträgerkonzert Jugend musiziert
14.04. Veronica Harcsa & Balint Gyemant (HU)
16.04. Bobo & Herzfeld meet Zabelov: Liederseelen
17.04. Matinée Althastedter Kammerorchester & Sinfonia Neuss
20.04. Evan Parker: Take The Green Train
23.04. jazzahead! clubnight: 20 years of jazzland recordings
30.04. Franz Liszt - Ein Klavierabend von und mit Lutz Görner
08.04. Novecento - jazzahead! Eröffnung, nicht im Sendesaal sondern im Theater Bremen/Kleines Haus des

jazzahead! Festival feiert seinen Auftakt am 8. April um 20 Uhr im Theater Bremen, Kleines Haus mit

NOVECENTO – DIE LEGENDE DES OZEANPIANISTEN
von Alessandro Baricco, übersetzt von Karin Krieger

Ein Musiktheater über das seltsame Leben des Pianisten Novecento, der ein Leben lang als blinder Passagier den Ozean überquert und nie einen Fuß an Land gesetzt hat. Das frühere Bord-Orchester des Dampfers «Virginian» tourt heute als Festland-Band durch die Klubs und Salons Europas. In den Gedanken der Musiker immer mit dabei ist ihr ehemaliger Pianist Danny Boodmann T.D. Lemon Novecento, der in über dreißig Jahren nie den Dampfer verließ und seinen Lebensunterhalt als sagenumwobener Jazzpianist an Bord verdiente. In kleinen Szenen und in Songs erinnert sich der Klarinettist Tom an seinen Musikerfreund und das gemeinsame Leben auf dem Luxusliner. Und am Klavier spielt nun Novecentos Nachfolger die Jazz-Melodien von damals. Oder ist der kraushaarige Pianist doch Danny Boodman T.D. Lemon Novecento...?

Protagonist dieser musikalischen Atlantikreise ist der Ehrenpreisträger des Salzburger Stiers 2012 und des Kleinkunstpreises Schweiz 2014 Jürg Kienberger. Ihm zur Seite steht das «Atlantic Jazz-Orchester».
Der Auftakt zum jazzahead! Festival 2016 nimmt das Publikum mit auf eine Reise über den Atlantik, in die Roaring Twenties – und irgendwie auch in das Partnerland der jazzahead! 2016: die Schweiz.



Mit: Jürg Kienberger, Nikolaus Schmid, Marco Schädler (Key), Daniel Sailer (Bass), Peter Conradin Zumthor (Perc.) und Laura Lienhard.
Musikalisches Arrangement: Ensemble des Atlantic Jazz-Orchester
Dramaturgie und Regie: Manfred Ferrari

Tickets: 28€, 9€ ermäßigt
Nordwestticket und Kasse Theater Bremen
10.04. Ein Abend für Jean Paul

Sonntag, 10. April 2016 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro)
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Rainer Iwersen und Uli Beckerhoff machen einen kombinierten Abend mit Musik und Lyrik: "Jean Paul: Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal - Eine Art Idylle".

Rainer Iwersen - Rezitation
Uli Beckerhoff -Trompete, Keyboards


„Ob ich gleich nicht weiss, wer unter allen Autoren der Erde die meisten Gleichnisse gemacht, so freut es mich doch, dass ihn niemand übertrifft als ich.“ Jean Paul

Jean Paul gehört zu den Größten der deutschen Literatur. Als Sprachmagier und Spracherfinder ohnegleichen gerühmt, ist er in vielerlei Hinsicht der erste moderne Dichter Deutschlands. Seine Ästhetik sucht ihre Wege abseits von Goethe, Schiller und den Romantikern. Schiller selbst sieht Jean Paul wie einen, der aus dem Mond gefallen ist.

Rainer Iwersen studierte zunächst Literatur und Philosophie in München, später begann er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater ein Schauspielstudium.
Er war 1984 Mitbegründer der Bremer Shakespeare Company und ist Übersetzer vieler Shakespeare-Stücke wie u.a. Romeo und Julia, Macbeth, König Lear, Was ihr wollt und Richard III für den renommierten S.Fischer Verlag. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer arbeitet er als Schauspieler, Regisseur, Rezitator und Sprecher.

Uli Beckerhoff ist Jazztrompeter und Komponist und ist auf mehr als 50 CD`s und Schallplatten zuhören, viele dabei unter eigenem Namen. Seine Tourneen führten ihn durch ganz Europa sowie Afrika und Brasilien. Er trat mit vielen internationalen Stars der Jazzszene bei großen Festivals auf und ist beteiligt an vielen Produktionen für Rundfunk, Fernsehen, Theater und Hörspiele. Er war Professor an der Jazzabteilung der renommierten Folkwang Universität der Künste.
13.04. Preisträgerkonzert Jugend musiziert

Mittwoch, 13. April 2016 | 20:00 Uhr | Der Eintritt ist frei. Voranmeldung erwünscht

Es spielen die Preisträger des diesjährigen Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in den ausgeschriebenen
Solokategorien: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop) Musical und den
Ensemblewertungen: Klavier 4-händig, Duo – Klavier und ein Streichinstrument, Gesang und Schlagzeug – Ensemble.

Naturgemäß können wir Ihnen die teilnehmenden jungen Künstler dieses Konzertes erst kurzfristig nennen, da der Landeswettbewerb erst am Wochenende zuvor stattfindet.
Die Teilnehmer, die für sich im Landeswettbewerb eine Wertung von 23 und mehr Punkten erzielen konnten und in den Altersgruppen III bis VII - zwischen 14 und 21 Jahren - angetreten sind, fahren zum Bundeswettbewerb nach Hamburg, der wie jedes Jahr um Pfingsten herum stattfindet.

Der Senator für Kultur in Bremen, die Sparkasse Bremen und der Landesmusikrat Bremen unterstützen das Konzert, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wertvolle Möglichkeit der Podiumserfahrung ermöglicht.
14.04. Veronica Harcsa & Balint Gyemant (HU)

Donnerstag, 14. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro)
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Veronika Harcsa, Sängerin mit extrem wandelbarer und ausdrucksvoller Stimme, ist in ihrem Heimatland Ungarn ein Star der Elektropop-Szene. Mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt hat sie ein feinfühliges Duo, das an die besten Zeiten von Tuck & Patti erinnert.

Veronika Harcsa - Gesang
Bálint Gyémánt - Gitarre

Veronika Harcsa ist in ihrem Heimatland Ungarn bereits ein Star und füllt in Budapest Hallen mit ihrer Elek­tropop Band Bin-Jip.
Mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt hat sie ein Duo, das in eine ganz andere musikalische Richtung geht. Sie performen eigene Kompositionen zwischen Jazz und anspruchsvollem Pop, die Veronika Harcsa mit ihrer feinsinnigen und verführerischen Stimme eine außergewöhnliche Qualität verleiht. Veronika pendelt zwischen Budapest und Berlin, wo sie ein eigenes Live-Programm kuratiert, zu dem sie lokale Künstler einlädt.

"Ihr Duo mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt erzielt mit minimalem Aufwand eine tolle Wirkung." – Der Spiegel
16.04. Bobo & Herzfeld meet Zabelov: Liederseelen

Samstag, 16. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro)
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Wer den Film Sound of Heimat mit dem Saxophonisten Hayden Chisholm gesehen hat, dem dürfte dieses Duo Bobo & Herzfeld mit sehr eigenem Angang an deutsche Traditionen in starker Erinnerung geblieben sein. Nun kommen sie als Trio mit dem neuen Projekt Liederseelen und dem weißrussischen Akkordeonisten Yegor Zabelov als Gast in den Sendesaal.

Bobo & Herzfeld meet Zabelov
Bobo - Gesang
Sebastian Herzfeld - Klavier
Yegor Zabelov - Akkordeon

Mit ihrem Album "Liederseelen" wandeln Bobo und Herzfeld weiter auf den Pfaden deutscher Dichtung. Waren es auf dem Vorgängeralbum "Lieder und Liebe und Tod" vor allem deutsche Volkslieder, mit deren innovativen Arrangements sie traditionelles Liedgut zu Weltmusik machten, verschreiben sich die beiden Musiker nun ganz dem Geist der Romantik. Denn hier finden sie ihre spirituelle Heimat; ein Lebensgefühl, das im Wandel der Zeiten in seinem Wesen doch dasselbe geblieben ist. Und so trägt Bobo die Gedichte von Friedrich Rückert, Conrad Ferdinand Meyer oder Joseph v. Eichendorff auf den Flügeln ihres klaren und kraftvollen Gesanges in unsere heutige Zeit.
Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte Sebastian Herzfeld orchestriert mit ungewöhnlichem Instrumentarium wie Präpariertem Klavier, Harmonium, Bass und Metallinstrumenten einen magischen Soundtrack zu diesen Liederseelen. Denn jedes Lied hat eine Seele. Und sie wird manchmal, irgendwann, wieder geboren.

Bobo wuchs in Sachsen Anhalt als Tochter eines Pfarrers und einer Kirchenmusikerin mit Chorälen und Liedern der Romantik auf, bevor sie Singer/Songwriter, Bands und ihre eigene Leidenschaft für das Singen entdeckte. Später studierte sie in Weimar Gesang und zog dann nach Berlin, wo sie ihre Band Bobo in White Wooden Houses gründete, die mit ihrem melodiösem Gitarren Pop bald bekannt wurde. Zahlreiche Konzerttourneen, weitere Alben und Kollaborationen mit verschiedensten Künstlern gaben ihrer stimmlichen Vielseitigkeit immer wieder neuen Ausdruck, international ist ihre Stimme als Rammsteins Engel bekannt. In den letzten Jahren entdeckte sie ihre Liebe für deutsches Liedgut, mit dem sie auf sehr eigene Weise eine Brücke zu ihren musikalischen Ursprüngen schlägt.

Der aus Halle/Saale stammende Sebastian Herzfeld lernte als Kind mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenen Jazz Bands. Später studierte er an Berliner Musikhochschule Hanns Eisler Bass. Im Zusammenspiel mit Musikern der internationalen Jazz und Weltmusikszene entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnlichen Rhythmen. Im Laufe der Jahre wandte er sich dann immer mehr der Komposition von Theater - und Filmmusik zu. Als jahrelanger musikalischer Leiter des "Neuen Theater" und Puppentheater Halle komponierte er zahlreiche Schauspielmusiken, die von seinem unverwechselbaren Sound auf dem präparierten Klavier, das er oft gleichzeitig zum Harmonium spielt, geprägt sind.
Bobo und Herzfeld verbindet eine jahrelange musikalische Freundschaft, die einst in einer Band in Halle begann und sich viele Jahre später zu dem gemeinsamen Herzensprojekt "Lieder von Liebe und Tod" entwickelte, bei dem die beiden Musiker ihre musikalischen Wurzeln ausgruben und Volkslieder und Texte der Romantik neu vertonten, wofür sie 2008 den Deutschen Weltmusikpreis bekamen.

Seit 2014 spielen die beiden im Trio mit Yegor Zabelov, dem wohl bekanntesten Akkordeonisten der weißrussischen Off-Szene. Komponist, Theater- und Filmmusiker und Gründer der Formationen Gurzuf und Yegor Zabelov Trio. Absolvent der staatlichen Musikakademie Belarus gewann er diverse internationale Preise - unter anderem für den fast schwerelos wirkenden Brückenschlag zwischen Rock, Klassik und Jazz, für den Zabelov in seiner aktuellen musikalischen Arbeit steht.
17.04. Matinée Althastedter Kammerorchester & Sinfonia Neuss

Sonntag, 17. April 2016 | 11:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
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Das Althastedter Kammerorchester geht bei seiner Frühjahrsmatinée neue Wege: Gemeinsam mit der Sinfonia Neuss wird das Konzert unter dem Motto "Zwei Orchester - zwei Dirigenten - ein Komponist" Tschaikowsky gewidmet sein.

Althastedter Kammerorchester
Sinfonia Neuss
Leitung: Grigori Pantijelew und Burkhart Zeller

Zwei Orchester – zwei Dirigenten – ein Komponist
Programm: Peter Tschaikowsky:
Auszüge aus der Ballettmusik "Schwanensee"
Variationen über ein Rokoko-Thema
Sinfonie Nr. 1 g-moll "Winterträume"
Musiker des Alt-Hastedter Kammerorchesters Bremen und der Sinfonia Neuss haben sich zusammengefunden zu einem gemeinsamen Konzert, das ganz und gar Tschaikowsky gewidmet ist. Dem Publikum dürften die Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester bekannt vorkommen. Der Solopart wird vorgetragen von Burkart Zeller, dem Leiter der Sinfonia Neuss. Bekannt sind sicherlich auch Teile der Musik zu dem Ballett "Schwanensee", dem Inbegriff klassischer Tanzkunst. Zwischen der Apotheose des Balletts und dem wuchtigen Schluss der Ersten Symphonie bildet sich ein Reim, typisch für den damals jungen russischen Komponisten. Grigori Pantijelew und Burkart Zeller teilen die Leitung des Konzerts untereinander.

Eine Veranstaltung des Althastedter Kammerorchesters
20.04. Evan Parker: Take The Green Train

Mittwoch, 20. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro)
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Der legendäre britische Saxophonist Evan Parker begibt sich mit dem Zug auf eine ökologische Konzertreise durch Europa und macht - einen Tag vor der jazzahead! - Station im Sendesaal. Take The Green Train!

Evan Parker - Saxophon

Im Rahmen des Projektes Take The Green Train des Europe Jazz Networks (einem Zusammenschluss von über 100 europäischen Jazzveranstaltern) macht der englische Saxophonist Evan Parker eine europaweite, ökologisch "korrekte" Tournee mit dem Zug. Parker ist seit über 50 Jahren auf der Szene und hat seine eigene, unverwechselbare Stimme in die Jazzgeschichte eingebracht. Zwei seiner formativen Aufnahmen enstanden sogar in Bremen: 1968 Peter Brötzmanns Machine Gun in der Lila Eule und 1972 Pakistani Pomade mit dem Alexander von Schlippenbach Trio im Sendesaal.

Zu dem, was ihn beschäftigt, schreibt Evan Parker:
"Wie wird ein Saxophonblatt physisch beeinflusst von dem Raum, in dem die Schwingungen des Blattes durch die konische Luftsäule des Saxophones verstärkt werden? In der letzten Zeit habe ich den Eindruck, dass es da einen direkten Zusammenhang gibt, der es schwer sein lässt unabhängig von der Akustik des Raumes, in dem es schwingt, zu entscheiden, welches ein „gutes Blatt“ ist. Das Verhalten von gebrochenen Säulen - die durch spezielle Griffe, bei denen offene Löcher im oberen Teil der Säule entstehen - eröffnet Wege, Noten oberhalb des eigentlichen Tonumfangs zu spielen, gleichzeitige Mehrklänge und mikrotonale Stimmungen. Das ist Material, mit dem man sich ein Leben lang beschäftigen kann."

2013 erhielt Evan Parker in London den Jazzpreis des Britischen Parlamentes. In der Begründung heißt es:
"Wenn Du je in die Versuchung gekommen bist, freie Improvisation zu mögen, dann ist Parker Deine Einstiegsdroge, schrieb der Standup Comedian Stewart Lee 2010 im englischen Guardian. Er meinte nicht Charlie Parker sondern Evan Parker, den revolutionären englischen Saxophonisten, der die Tonbildung und Techniken seines Instrumentes in den späten 60er Jahren gänzlich neu erfunden hat und seither einer der weltweit am meisten bewunderten und einflussreichsten Saxophonisten geworden ist. Er hat das Buch der Klänge, die man auf dem Saxophon herstellen kann seit fast einem halben Jahrhundert neu geschrieben. Er kann sogar mehrstimmige Kontrapunkte spielen auf einem Instrument, das ja eigentlich nur einen Ton zur Zeit von sich geben kann. Er kann elektronik-artige Strukturen akustisch herstellen und eine persönliche Klanglandschaft erzeugen, die konventionelle Melodien vermeidet und dennoch ihre eigene atemberaubende Gefühlswelt hat. Parker hat mit vergleichbar revolutionären Musikern wie John Zorn und Anthony Braxton gearbeitet, in experimentellen elektro-akustischen Gruppen und Ensembles der Neuen Musik gespielt - und ebenso Kantiges in konventionelle Jazzgruppen etwa von Stan Tracey, Kenny Wheeler oder dem Rolling Stone Charlie Watts eingebracht und hat Aufnahmen gemacht mit singer-songwriter Robert Wyatt, dem TV-Comedian Vic Reeves und seine unnachahmlichen Sounds auch Popmusikern geliehen wie Scott Walker, David Sylvian oder Jah Wobble. Evan hat Festivals kuratiert und auch seine eigene Plattenfirma betrieben."

In Kooperation mit Europe Jazz Network
Foto © Caroline Forbes
23.04. jazzahead! clubnight: 20 years of jazzland recordings

Samstag, 23. April 2016 | 21:30 Uhr | Tickets 20 Euro (erm 12 Euro) | clubnight-Ticket 25 Euro (erm 20 Euro)
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Vor 20 Jahren gründete der Keyboarder Bugge Wesseltoft in Norwegen das Label Jazzland Recordings, das eines der Pionierlables im europäischen Jazz wurde. Bei der jazzahead! clubnight wird dieses Jubiläum gefeiert mit Beady Belle, Håkon Kornstad Ensemble und einer Neuauflage der New Conception of Jazz (20 year anniversary edition)

20 years of Jazzland recordings

Die norwegische Plattenfirma Jazzland Recordings mit Sitz in Oslo wurde 1996 vom Pianisten Bugge Wesseltoft gegründet, um dessen Album New Conception of Jazz zu veröffentlichen, das international für Furore sorgte. Ebenso wie seine despektierlichen Äußerungen über amerikanischen Jazz, die 2001 sogar bis in die New York Times gelangten. Jazzland betreibt mehrere Jazz- und Nu Jazz-Labels. Musiker, die unter anderen für Jazzland aufnehmen, sind neben Bugge Wesseltoft Audun Kleive, Dhafer Youssef, Eyvind Aarset, Jon Balke, Live Maria Roggen, Sidsel Endresen, Beady Belle, Håkon Kornstad, Ingebrigt Håker Flaten, Maria Kannegaard, und Ola Kvernberg. Auch die Dokumentation des einzigartigen Punkt Festivals von Jan Bang und Erik Honoré in Kristiansand wurde regelmäßig bei Jazzland veröffentlicht.

Zum 20jährigen Jubiläum bringt Bugge Wesseltoft sowohl Musiker der ersten Stunde des Labels als auch die jüngsten Neuankömmlinge von Moksha nach Bremen in den Sendesaal. www.jazzlandrec.com

Programm:
21:30 Beady Belle
Beady Belle - Gesang
Greg Hutchinson - Schlagzeug
Reuben Rogers - Bass
Bugge Wesseltoft - Piano
Die Sängerin Beady Belle stellt aktuelle Titel aus ihrem neuesten, achten Album „On My Own“ vor, das im Juni 2016 erscheinen wird. Tatsächlich auf sich gestellt hat Beady im Herbst 2015 in New York wunderbar stimmungsvolle akustische Musik aufgenommen mit Musikern wie Greg Hutchinson, Ruben Rodgers, Joshua Redman, Mathias Eick und anderen. Produziert hat Bugge Wesseltoft. www.beadybelle.com

22:30 Håkon Kornstad Ensemble
Håkon Kornstad - Tenor, Tenor sax, Flöte, Loops
Sigbjørn Apeland - Harmonium
Lars Henrik Johansen - Cembalo, Cimbalon
Per Zanussi - Bass, singende Säge
Øyvind Skarbø - Schlagzeug
Das musikalische Universum von Håkon Kornstad umfängt alle Sinne. Als Saxophonist ist er sehr eigen mit einer selten gehörten Klangbeherrschung . Als Sänger hat er dieselbe Fähigkeit, die seine Kombination von Jazz und Oper so natürlich erscheinen lässt, als hätte es sie immer schon gegeben. Er bewegt sich mit diesem Projekt mit Fingerspitzengefühl auf dünnem Eis. Das Kronstadt Ensemble kann am besten beschrieben werden als upgedatetes Salon Orchester, das Skandinavischen Jazz mit Opernarien und Liedern kreuzt. Caruso meets Coltrane, Björling meets Garbarek. Wunderschöne Arien und Lieder improvisatorisch verbunden, wie es das noch niemand bisher gemacht hat. www.kornstad.com

23:30 New Conception of Jazz 20 year anniversary edition Feat: Moksha
Bugge Wesseltoft - electronics, Piano
Marthe Lea - Tenorsaxophon, Flöte, Stimme, Electronics
Oddrun Lilja Jonsdottir - Gitarre
Sanskriti Shrestha - Tablas, Stimme
Siv Øyun Kjenstad - Schlagzeug, Stimme
Tore Fladjord - Schlagzeug, Percussion
Der Beginn von New Conceptions of Jazz im Jahre 1996 mit Elementen von elektrischer Club Musik verbunden mit akustischen Jazzwurzeln galt vielen als Geburt einer Neuen Welle von Europäischem Jazz. New Conceptions of Jazz brachte 5 CDs heraus und spielte weltweit von 1996 bis 2006 mehr als 400 Konzerte. Nach 10-jähriger Pause lässt Bugge Wesseltoft diese kultige Gruppe wieder aufleben, immer noch auf der Suche nach einem eigenwilligen Sound der Improvisation und der Kombination von musikalischen Klängen und Richtungen. Zu Bugge gesellen sich junge, talentierte Musiker und spielen sowohl alte als auch brandneue Titel der Band. Als Gast dabei ist Moksha, die jüngste Band von Jazzland, um die nepalesische Tablaspielerin Sanskrits Shrestha. www.buggewesseltoft.com

Dieses Konzert kann sowohl mit dem jazzahaead! clubnight ticket - nach Verfügbarkeit der Plätze - besucht werden, das für alle angeschlossenen Clubs gilt (Festivalticket), als auch mit einem Ticket, das nur für den Sendesaal gilt.
30.04. Franz Liszt - Ein Klavierabend von und mit Lutz Görner

Samstag, 30. April 2016 | 20:00 Uhr | Ticket Vorbestellung 24 Euro (erm 12 Euro)
Abendkasse 28 Euro (erm 12 Euro)
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Lutz Görner setzt seine erfolgreichen Klavierabende mit Lesungen im Sendesaal fort. Der heutige Abend, an dem wiederum Nadia Singer Klavier spielt, ist dem Multitalent Franz Liszt gewidmet.

Lutz Görner - Rezitation
Nadia Singer - Klavier

Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 13, Trübe Wolken, Diabelli-Variation, Consolation Nr. 3, La Campanella, Gnomenreigen, Spanische Rhapsodie, Liebestraum, Valse oubliée, Ave Maria von Arcadelt, Die Wasserspiele der Villa d’Este, Zweite Ungarische Rhapsodie, Grand Galop chromatique

Franz Liszt war ein Multitalent. Er war Erfinder des Klavierabends und dessen größter Interpret, Persönlichkeit der Superlative, Liebling der Frauen, dreifacher Familienvater, Revolutionär, Kritiker der katholischen Kirche, Lifestyle-Künstler, Komponist, Wohltäter, Buchautor, Journalist, Regisseur, Kapellmeister, Erfinder des modernen Dirigierens, der Sinfonischen Dichtungen, der aufkommenden nationalen Musikstile und der impressionistischen Musik. Er war Förderer unzähliger Komponisten-Kollegen, wie Schumann, Wagner, Smetana, Grieg, Saint-Saëns, Debussy und Ravel, der über Liszt sagte: "Im letzten Grunde stammen wir alle von ihm ab".

Seit einigen Jahren begeistert ‘die lyrische Stimme Deutschlands‘, wie die FAZ Lutz Görner nennt, sein Publikum, mit den von ihm erfundenen Klavierabenden. Diese Abende sind immer eine Mischung aus Literatur und Musik. Literatur von und über den Komponisten, dessen Musik Sie hören. Allesamt Musik des 19. Jahrhunderts. Musik zwischen Beethoven und Arnold Schönberg.

Lutz Görner vertieft durch seine Textauswahl das Verständnis für die Musik. Und so ist aus dem ‘poetischen Staubwedel‘, wie ihn der ‘Spiegel‘ auf Grund seiner ‘Lyrik für alle‘-Serie bei 3sat nannte, die Woche für Woche siebzehn Jahre lang ausgestrahlt wurde, der ‘musikalische Staubwedel‘ geworden, der ein wenig frischen Wind in die Klavierabende bringen will, um sie für viele Menschen genussreicher zu machen.

Gelingen konnte das nur durch eine phänomenale Pianistin. Durch Nadia Singer, 24 Jahre jung, von der Hans-Jörg Loskill in der WAZ behauptet, dass sie “auf dem Sprung zur Weltkarriere“ sei. Sie ist Lutz Görners Entdeckung des Sommers 2014 und wird betreut vom berühmten St. Petersburger Pianist und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat.

Jung, dynamisch, lebensfroh und mit unglaublicher Technik und Spielsicherheit ausgestattet, bringt Nadia Singer das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln. Die Presse schrieb über sie: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“

Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer
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"In den Abgründen des Unrechts findest du immer die größte Sorgfalt für den Schein des Rechts."

Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827)