Wieland von Hodenberg
Friedensaktivist & Autor

Leserbrief an den Weser-Kurier zum Artikel "Neue Waffen für die Bundeswehr" vom 24.April '18

Die Bundeswehr ist schon seit vielen Jahren in zahlreichen Auslandseinsätzen aktiv, und hierfür hatte stets der Zustand des bisherigen Waffenarsenals ausgereicht. 13 Auslandseinsätze bestreitet die Bundeswehr gegenwärtig, unter anderem in Afghanistan und gegen den „Islamischen Staat“ (IS). Aber wozu werden neue Raketenwerfer und Transportflugzeuge gebraucht? Natürlich zum Führen oder Anheizen von Kriegen, und diese sind wiederum die Ursache für immer neue Flüchtlingsströme. Unverständlich ist auch, weshalb der Verteidigungsetat so rasant auf mehr als 42 Milliarden Euro ansteigen wird. Soll sich die Truppe weiter am Krieg gegen Syrien beteiligen, in den Küstengewässern vor Somalia operieren, im Jemen, in Mali oder an der Grenze Russlands präsent sein? Ist sie denn bei der Bevölkerung beliebt, wenn sie im Inland aktiv ist und in den Schulen Werbung für den Militärdienst macht? Das viele Geld, das die Streitkräfte verschlingt, könnte woanders viel sinnvoller eingesetzt werden – beispielsweise im Sozial- oder Gesundheitssektor. Es bedroht bekanntlich kein Land der Welt die Bundesrepublik. Daher braucht die Truppe meines Erachtens keine neuen Waffensysteme. Angesichts dieser Situation erscheint es absolut sinnvoll, die Bundeswehr schrittweise aufzulösen.


Mit freundlichen Grüßen

Wieland von Hodenberg, Bremen.


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Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827)