Wieland von Hodenberg
Friedensaktivist & Autor

Etwa 4000 Menschen waren auf der Bremer Maikundgebung

Bei mäßig-frischen Temperaturen um 10 Grad und bewölktem Himmel hörten sich Interessierte und TouristInnen die Redebeiträge an. Vor allem waren viele Gewerkschaftsmitglieder dabei. Die Kundgebung stand unter dem Motto "Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!" Die Hauptrede hielt die Bremer DGB-Kreisvoritzende Annette Düring. Aber auch gewerkschaftlich organisierte JugendvertreterInnen kamen mit eigenen Beiträgen zu Wort.


Annette Düring kam gleich auf den gesetzlichen Mindestlohn zu sprechen. Dieser sei ein Erfolg für uns alle, den es zu verteidigen gelte, gegen Forderungen etwa die Dokumentationspflicht zu ändern. Dies träfe ebenso gegen Mißbrauch zu. Wir brauchten mehr Kontrolle, sagte sie, und darüber hinaus neue gesetzliche Regelungen für Leiharbeit und Werkverträge. Stammarbeitsplätze dürften nicht in "billige Fremdfirmen" ausgelagert werden. Allerdings kam von ihr kein einziges Wort zum bedingungslosen Grundeinkommen. Vieles kam tatsächlich nicht vor, was im Interesse der ArbeitnehmerInnen unbedingt hätte gesagt werden müssen.


Ein Stichwort ist Arbeitsverdichtung, denn es muß immer mehr Arbeit in immer kürzerer Zeit erledigt werden. Und das ganze Elend der Hartzgesetze und das gegeneinander Ausspielen mit den abhängig Beschäftigten scheint für sie nicht zu existieren. Überhaupt waren die Reden von GewerkschaftsvertreterInnen früher viel kämpferischer!


Mein Blick ging auch in die Runde: Es gab auf dem großen Versammlungsplatz zahlreiche Stände von Parteien, Einzelgewerkschaften und anderen Organisationen. Das Bremer Friedensforum war mit einem Infotisch dabei. Auch für das leibliche Wohl war mit Kaffee- und Bierständen gesorgt. Es konnten Bratwürste, Pommes oder kleine Pizzen genossen werden.


Verhungern oder verdursten mußte auf dem Platz jedenfalls niemand!
Mai 2018
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"In den Abgründen des Unrechts findest du immer die größte Sorgfalt für den Schein des Rechts."

Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827)